EU-Bürokratie öffnet Seuchenherden Tür und Tor

Ratte

Während die Bürger mit steigenden Abgaben belastet werden, braut sich im Untergrund ein Problem zusammen, das jeden von uns treffen kann. Seit dem 1. Januar ist es in Deutschland aufgrund von EU-Richtlinien faktisch verboten, Ratten dort vorbeugend zu bekämpfen, wo sie sich am wohlsten fühlen: An Müllplätzen, in der Kanalisation und im Umfeld öffentlicher
Einrichtungen. Das BSW schlägt Alarm. Was am grünen Tisch in Brüssel als „Umweltschutz“ verkauft wird, entpuppt sich in der Praxis als Konjunkturprogramm für Schädlinge.

Das Ende der Sicherheit

Jahrzehntelang galt in der Hygiene das Prinzip: Wehret den Anfängen. Köderboxen sorgten dafür, dass einzelne Ratten eliminiert wurden, bevor sie sich vermehren konnten. Damit ist Schluss. Die neuen Vorschriften zwingen Kammerjäger und Kommunen zum Abwarten. Gift darf erst ausgelegt werden, wenn der Befall nachgewiesen ist. „Das ist, als würde man die Feuerwehr erst rufen dürfen, wenn das Haus bereits lichterloh brennt, statt Rauchmelder zu installieren“, kritisiert Roman Engelberth (BSW).

Ratten im Sandkasten? EU nimmt Risiken für Kinder in Kauf

Besonders brisant ist die Lage an unseren Schulen und Kindergärten. Bisher sorgten versteckte Sicherheitsboxen dafür, dass Ratten gar nicht erst in die Nähe von spielenden Kindern kamen. Diese unsichtbare Schutzmauer wurde nun eingerissen. Die neue Doktrin „Erst zählen, dann handeln“ ist in sensiblen Bereichen fahrlässig. „Müssen wir erst warten, bis Rattenkot im Sandkasten der Kita gefunden wird, bevor wir handeln dürfen?“, fragt Engelberth. „Hier wird der theoretische Umweltschutz über die Gesundheit unserer Kinder gestellt. Ein bürokratisches Experiment auf dem Rücken der Kleinsten ist für uns als BSW nicht hinnehmbar.“

Biologische Zeitbombe

Die Folgen dieser bürokratischen Fehlleistung sind absehbar. Ein einziges Rattenpaar kann theoretisch bis zu 1.000 Nachkommen pro Jahr zeugen. Durch das Verbot der Dauerbeköderung schenken wir den Nagern genau die Zeit, die sie brauchen, um ihre Populationen explosionsartig zu vermehren. Wenn der Schädlingsbekämpfer endlich eingreifen darf, hat er es nicht mehr mit einem einzelnen Tier zu tun, sondern mit einer Kolonie. Die Leidtragenden sind wir alle: Es drohen Hygienerisiken auf Spielplätzen, in der Gastronomie und Schäden an der Infrastruktur.

Gefahr auch für die Natur

Besonders absurd: Was dem Schutz von Wildtieren dienen soll, kehrt sich ins Gegenteil. Explodierende Rattenpopulationen bleiben nicht in den Kanälen. Sie drängen in Gärten und Wälder
und fallen dort als aggressive Räuber über die Gelege heimischer Vögel und Amphibien her. Der EU-Amtsschimmel trampelt hier den lokalen Artenschutz nieder.

Kostenfalle für den Bürger

Statt effizienter Köder müssen nun auch teure, personalintensive Überwachungssysteme finanziert werden. Diese Mehrkosten werden unweigerlich beim Gebührenzahler landen. Das BSW fordert: Schluss mit der weltfremden Regulierungswut. Hygiene und Gesundheitsschutz der Bevölkerung müssen Vorrang vor theoretischen EU-Modellen haben. Wir brauchen pragmatische Lösungen vor Ort, keine Anweisungen aus dem Elfenbeinturm.


Bild von Andrey_and_Olesya auf Pixabay

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